Fußgängerbrücke am „Pädchen“ wird ersetzt
 Eine Brücke aus Stahlbeton soll im Spätsommer den Fußweg „Pädchen“ wieder nutzbar machen.
Wo einst eine Brücke den Übergang über den Saynbach ermöglichte, klafft derzeit eine Lücke. Nachdem die Brücke mehrere Monate gesperrt war, wurde sie im April abgerissen. Ein Neubau der Saynbach-Überquerung steht bevor.
Bei einer routinemäßigen Brückenprüfung, die alle zwei Jahre erfolgt, stellte Prüfingenieur Martin Bendel vom Ingenieurbüro Marr & Partner im Oktober 2025 erhebliche Schäden fest: Risse im Beton, korrodierte Bewehrung sowie großflächige Betonabplatzungen führten zu dem Ergebnis, dass die Standsicherheit der Brücke nicht mehr gewährleistet war. „In einem solchen Fall muss ich die Brücke sofort sperren, denn sonst würde die Stadt grob fahrlässig handeln“, erklärte Stadtbürgermeister Rolf Jung.
Eine Sanierung der Brücke wäre zu teuer gewesen und so entschied sich die Stadt Selters für den Abriss. Dieser verzögerte sich, weil Kabel von Energieversorgern, die durch die Brücke geführt waren und zunächst verlegt werden mussten.
Nach dem Rückbau im April zeigte sich, dass die Widerlager der Brücke zwar instandgesetzt werden müssen, grundsätzlich jedoch weiter genutzt werden können. Das erleichtert die Planungen für den Neubau, den der Stadtrat bereits beschlossen hatte. Fachfirmen hatten die voraussichtlichen Kosten für die Ausführungen aus Holz, Beton oder Stahl ermittelt. Der Vergleich zeigte, dass die Variante aus Stahlbeton die günstigste ist. Der Stadtrat hat dem Bürgermeister die Entscheidung übertragen, auf der Grundlage der Angebote den Auftrag zu vergeben. Der erste Beigeordnete Hanno Steindorf hofft, dass die Brücke im Spätsommer fertiggestellt werden kann.
Das „Pädchen“ verbindet das Saynbach-Center in der Bahnhofstraße mit der Neustraße und wird vor allem als Schulweg genutzt.
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