Gesprächsabend mit vier buddhistischen Priestern aus Japan
Abend der Begegnung im Forum Selters
Einen Abend der Begegnung mit vier buddhistischen Priestern aus Hokkaido veranstaltet das Forum Selters am Freitag, 1. Juli um 19.30 Uhr. Stadtbürgermeister Rolf Jung lädt zu diesem Empfang ins Stadthaus ein, bei dem es um das gegenseitige Kennenlernen und um eine Diskussion über den Frieden zwischen den Gesellschaften gehen wird.
Gegenseitig Fragen beantworten
Herr Eijun Izumoji ist Chefpriester des Yoganji-Tempel in Tomakomai und Führer der kleinen Reisegruppe. Er wird seinen Tempel vorstellen und Einblicke in sein buddhistisches Leben geben. Die japanische Kultur ist den Europäern sehr fern. So stellte sich Vielen in den letzten Monaten die Frage, wie die Japaner nach den letzten Katastrophen so ruhig bleiben konnten. Eijun Izumoji wird zeigen, ob dies und andere Lebensansichten der Japaner mit deren buddhistischer Religion zu erklären sind.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei, das Forum Selters bietet in der offenen Gesprächsrunde einen kleinen Imbiss an.
Als Friedensforscher in Deutschland und Auschwitz unterwegs
Die vier japanischen Priester sind Teil einer Studiengruppe, die sich damit beschäftigt, wie mit buddhistischem Denken der Frieden zwischen Gesellschaften gefördert und erreicht werden kann. Als Friedensforscher suchen sie auf ihrer kurzen Reise nach Deutschland und Polen (Auschwitz) persönliche Eindrücke von den Auswirkungen des letzten Krieges in Europa und der Art, wie Deutschland diesen Krieg verarbeitet hat.
Die Priester gehören der großen buddhistischen Richtung Jodo-Shinshu an, deren Haupttempel in Kyoto steht. 8900 Tempel und Gebetsstätten mit rund 6 Millionen Gläubigen in Japan gehören dieser Richtung an. Ihr Gründer Shinran (1173-1262) war Priester und Philosoph von hohem Rang und hat mit seinen geisteswissenschaftlichen Büchern großen Einfluss auf das japanische Denken.
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